Für die geliebte Fremde

In bittersüßer Ferne, befällt es mich erneut,
die Hoffnung immerkeimend, und tausendmal bereut.

Dein Schweigen war mir Bote, es niemals Zweifel gab,
die narrenhafte Sehnsucht, unendlich oft bestraft.

Dein Blick verschlingt die Sterne, ihr Licht nur dir gebührt,
du raubst mir jeden Willen, auf Ewigkeit verführt.

Erhaben schöner Engel, mit sanft gewelltem Haar,
medusenhafte Blicke, wir waren nie ein Paar.

Gedanken mich verglühten, sah ich dich vor mir stehn,
und nähmst du meine Hände, zu Asche würd vergehn.

Und wenn du tanzt, spielt ein leises Klavier,
und wenn du lachst, gehört die Welt nur dir,
und wenn du sprichst, hält die Zeit den Atem an,
und wenn du weinst, zerbricht man bei dem Klang.

Dein Duft ist frühlingshaft, lässt alles um dich strahlen,
ach – deine Göttlichkeit, kein Meister könnt dich malen.

Verliebt in deinen Stolz, durch Schüchternheit gebunden,
den Brief dann abgeschickt, die Antwort nie verwunden.

Doch hielt sich widerspenstig, ein Flämmchen stets am Leben,
blieb dieser arme Geist, im Schatten dir ergeben.

Ach wäre es bloß leicht, der Liebe zu entsagen,
dann müsste man sogleich, die Schmerzen nicht ertragen.

Und wenn du tanzt, spielt ein leises Klavier,
und wenn du lachst, gehört die Welt nur dir,
und wenn du sprichst, hält die Zeit den Atem an,
und wenn du weinst, zerbricht man bei dem Klang.

Dein Schritt beglückt die Erde, sie gibt dir still Applaus,
die Ferne nährt die Hoffnung, die Nähe löscht sie aus.

Denn du bist fortgeflogen, wohin das weiß ich nicht,
ich will es gar nicht wissen, brennt es nur fürchterlich.

Denn nie wirst du mich lieben, vielleicht nur Mitleid haben,
mit harten Worten strafen, erwähn ich deinen Namen.

Sollt ich es besser wissen, doch kenne ich dich nicht,
und fällt der Vorhang runter, erlischt vielleicht das Licht.

Drum höre meine Bitte, du Edle – bleib mir fern,
dann bleibst du mir das Höchste, mein eiseskalter Stern.

Ja wenn du tanzt, spielt ein leises Klavier,
und wenn du lachst, wär ich so gern bei dir,
und wenn du sprichst, hält die Zeit den Atem an,
und wenn du weinst, zerbrech ich bei dem Klang.

______

Falls jemand dieses Gedicht/Lied vertonen möchte, so würde mich dies sehr freuen, sofern der/diejenige mich als Urheber anerkennt und namentlich erwähnt :).

 

 

 

 

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