Sommer im Herzen

Der Sommer tanzt fröhlich umher, auf kurzen Röcken, braunen Schultern, lachenden Gesichtern, macht es sich auf abgemähten Wiesen gemütlich, bis diese glühen und ächzen wie die Städte. Er taucht durch die Seen hindurch, lässt sie wie blaugrüne Juwelen schimmern und erwärmt ihre oberen Sphären, damit sie die Menschen zum Baden einladen können. Er grübelt auf dem kraftstrotzenden Laub, wo er gespannt einer Amsel zuhört, welche ihre Liebeslieder über das Land erklingen lässt, eine Antwort erhofft. Ganz langsam hat er den Frühling abgelöst, diesen Sprungfreudigen, welcher stets unnachgiebig die Fröste des Winters; die einem fast das Blut in den Adern stocken lassen, verdrängt. Nun, an diesem herrlichen Tag, genießt der Sommer seine zerbrechliche Vorherrschaft, indem er die Wolken vertreibt und den Himmel sein blaues Prachtkleid präsentieren lässt. In vollstem Übermut dringt er schließlich auch in mein Herz, in meinen Geist, in meinen Bleistift ein und lässt mich diese Worte schreiben.

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