Moment der Sehnsucht

Ich sitze in meinem Boot,
und das Leben treibt mich dahin,
zu unbekannten Gewässern,
in launischer Veränderung,
zieht alles vorbei,
aber immer mal wieder,
schaue ich in deine Richtung zurück,
kann das Herz nicht zum Schweigen bringen,
mich nicht zum Nichtlieben zwingen.

Wie das Meer nicht weiß,
dass es tief ist,
weiß ich Treibender nicht,
ob ich dich vergessen kann,
vergessen will.

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Frauen

Ich hätte gerne eine Frau, die wie ein Klumpen Erde ist, in dem sich Gold verbirgt. Auf den ersten Blick vielleicht gewöhnlich, beim genaueren Kennenlernen jedoch ein wahrer Schatz. Bis ich solch eine Dame gefunden habe, muss ich mich allerdings wohl oder übel durch das Meer an falschen Diamanten kämpfen.

Perfekte Gesichter, perfekte Leben in der Onlinewelt, doch dahinter nur Leere.

Aufstehen

In dir fand ich erst nichts
und dann alles
eine Unbekannte, eine Freundin, eine Liebe
und am Ende eine Fremde
bis es überwunden war

Erhöhung aller Gefühle
hin zur Verklärung der Sinne
Unvernunft der Entscheidungen
Abstieg mit glühendem Herz
hilflos im einsamen Abyss

Die Wohnung still wie ein Grab
saß ich zu lange darin
die Trauer ist kein guter Maler
streicht mit Schwarz die Gedanken
und mit Grau alle Freude

Freunde fragten, kalt die Antworten
panzerte mich ein
machte was nötig
ließ was möglich
war das Geringste von mir

Schwerer Weg führte empor
steile Leitern, große Felsen
lagen im Weg zum Davor
als ich nichts in dir fand
eine Fremde, keine Freundin, keine Liebe

Doch es musste sein
denn ich wusste
dass das Glück nur denjenigen küsst
der das Aufstehen meistert
und nicht am Leiden zerbricht

Simpel

Er und du
du und ich
er und du und ich
einer zu viel
minus er
du und ich
er
später
er und nicht du
du und ich
Bedauern
minus ich
er und nicht du und du
ich
Streit
er
du
ich
nicht du
später
jetzt
er und du
ich und nicht du
Glück?

 

 

In der Schwebe

Ich habe so viele Worte geschrieben,
doch festgestellt, dass sie mir alle nicht genügen,
so viele Zeilen, die wieder im Nichts verschwinden,
denn es scheint mir unmöglich,
die „richtigen“ Worte für dich zu finden.

Aber um dir irgendetwas zu hinterlassen,
habe ich mich dazu beflügelt,
den folgenden Vers zu verfassen:

Wir haben zu kämpfen,
und es liegt so vieles in der Schwebe,
aber ach, Liebste, was ich nicht alles dafür gäbe,
dich bei mir zu haben, gleich jetzt, gleich hier,
und aus dir und mir,
entsteht dann ein wir,
das jede Barriere zersprengt,
jedes Aber vertreibt,
ja, mein Herz ist sich sicher:
Es ist für die Ewigkeit!

Gemeinsam einsam

Wer liegt da neben mir?
Eine Fremde bist du geworden,
ich drehe mich weg und denke an morgen,
und schaue zur Tür.

Aufstehen, durchgehen, nicht umdrehen,
weg von all dem was mich hält,
raus in die „große, weite“ Welt,
hin zu einem Versehen.

Wer liegt da neben mir?
Eine Fremde bist du geworden,
ich drehe mich hin und denke an morgen,
und schaue zu dir.

Gelacht, geweint, gemeinsam,
wir haben viel erlebt,
dann uns im Kreis gedreht,
sind nun gemeinsam einsam.

Geht es dir ebenso?
Ich trau mich nicht zu fragen,
mich an die Folgen zu wagen,
doch werd ich so nicht froh.

 

Vom Verliebtsein

Da ich bis übernächsten Mittwoch noch an einer Hausarbeit sitze und mein Kopf daher zum Platzen voll mit dementsprechenden Gedanken gefüllt ist, werde ich bis dahin einige ältere Texte wiederaufleben lassen.

Liebe Grüße, Max

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Vom Verliebtsein

Schüchtern sitzt er neben ihr am Beckenrand, lässt die Beine ins kühle, azurblaue Wasser baumeln und überlegt was er als Nächstes sagen könnte. Krampfhaft grübelt er und schaut ihr derweil zu, wie sie mit ihrer besten Freundin, die im Wasser treibt, über das letzte Wochenende quatscht. Ab und an schaut sie herüber und er lächelt, doch in Wirklichkeit gilt sein Blick den Wassertropfen die langsam in ihren Ausschnitt rinnen und das gelobte Land unter ihrem Bikini benetzen. Er hat zwar schon unzählige Male Brüste im TV, oder im Internet gesehen, dies ist jedoch etwas gänzlich anderes, denn schon alleine bei dem Gedanken an ihre Brüste wird ihm warm und es entstehen weitere Bilder in seinem Kopf. Seit zwei Wochen geht das so. Nachts liegt er wach, findet keinen Schlaf und stellt sich vor, wie sie zusammen Eis essen gehen und sie neben ihm im Bett liegt, dicht an ihn gekuschelt, nicht mehr. Seine Freunde raten ihm, sich von ihr fernzuhalten, doch für ihn gibt es keine Zweifel. Sie ist dieses eine Mädchen, für das sich alles lohnt. Jede Mühe, jedes Leid könnte man schultern, wenn man wüsste, dass SIE auf einen wartet. Er würde sie am liebsten umarmen und nicht mehr loslassen, unendlich vereint. Ihre Wärme spüren, ihren Duft genießen, dieser himmlische Duft, der jedes Parfum tausendfach aussticht.

„Hey, alles klar bei dir?“, fragt eine besorgte Stimme.

„Äh was? Ja, ja! Ich musste nur gerade an etwas denken“, antwortet er verlegen und kratzt sich am Hals. Die Schamesröte lässt nicht lange auf sich warten und die beiden Mädchen fangen an zu kichern.

„Lukas, wir gehen mal rüber in das andere Gebäude, da gibt´s son Wellenbecken. Kommst du mit?“, fragt ihre Freundin und klettert aus dem Becken. Auch ihr rinnen Wassertropfen am Körper entlang, doch ist dies lang nicht so faszinierend anzuschauen, wie bei ihr. Bei ihr ist einfach alles schöner.

Er nickt und steht auf. Sofort fangen beide Mädchen an zu lachen und zu prusten und er weiß gar nicht wie ihm geschieht. Sie besinnt sich jedoch, tritt nah an ihn heran und flüstert ihm ins Ohr: „Zieh nächstes Mal lieber nicht so eine enge Badehose an.“
Sie deutet mit ihren Augen nach unten und er folgt mit den seinen, nur um auf sein steifes Glied zu blicken, das eine schöne, große Beule in seiner Badehose geformt hat, die nicht zu übersehen ist. Schock, Panik, Angst. Er weiß nicht was er sagen soll und steht mit offenem Mund vor ihr, würde am liebsten wegrennen, sich verkriechen und nie mehr ans Tageslicht kommen. Doch sie blickt ihm in die Augen, lächelt und gibt ihm ihr Handtuch, welches sie an Beckenrand gelegt hatte. „ Du kannst es behalten. Bring es mir einfach mal vorbei, vielleicht können wir dann auch mal zu zweit etwas machen“, sagt sie und zwinkert, dann dreht sie sich um, nimmt ihre Freundin bei der Hand und beginnt mit ihr zu tuscheln. Das Handtuch ist nass, voll Wassertropfen die ihren Körper liebkosen durften und es duftet. Es duftet so herrlich.