Gedankenfragmente (Sammlung)

Niemand lernt das Laufen ohne zu stolpern und mit der Liebe verhält es sich ebenso.

Wir schreiten durchs Glück und bemerken dies nicht, bis wir krank, alt, hungrig, oder alleine sind.

Ich fessele Sätze auf Papier, Sätze die das Innerste nach außen tragen und es offenbaren wie wundes Fleisch. Intimität auf dem Blatt und nicht jedes Wort ist für fremde Augen bestimmt.

Nur wer die Schattenseiten eines Menschen erträgt, verdient dessen Liebe in guten Zeiten.

Lasse den Menschen, die du liebst, die Möglichkeit zur Veränderung. Genieße sie.

Eifersucht ist die nackte Angst vor dem Vergleich.

Ich erzähle dir von Musik und Essen, sogleich beinhaltet dieses Gespräch das Schweigen über so viele andere Dinge in der Welt. Ist dies gerecht?

Im Schatten vergangener Giganten wandeln wir. Ihre Spuren erleuchten den Weg und lasten sogleich auf unseren Schultern. Wir, die zu oft den Vergleich, das Gericht suchen, um daran schließlich zu zerbrechen.

Schreibe ich „man“, denkt der Leser dann, dass ich damit „ihr sollt“ meine? Ich möchte nicht belehrend wirken, sondern eben nur wirken.

Manchmal lässt das Leben einem keine Zeit zum Denken, zum Leben, alles rauscht vorbei im madenartigen Gewimmel der Welt. So sehe ich mich dazu gezwungen diese Zeilen mit Leben zu erfüllen, um Ruhe zu finden.

Ich erzähle dir von Musik und Essen, sogleich beinhaltet dieses Gespräch das Schweigen über so viele andere Dinge in der Welt. Ist dies gerecht?

Der Klang der Münze in des Bettlers Becher verweilt nur kurz, der Lärm der menschlichen Kälte hallt tausendfach durch die Gassen.

Gedankenscherben liegen am Wegesrand und warten darauf aufgelesen zu werden, zu einem Ganzen zusammengefügt zu werden, riesige Mosaiken aus Gedanken, welche alles Dagewesene in den Schatten stellen. Doch zu oft gehen wir rastlos an ihnen vorbei. Diese Möglichkeiten…

Mit einem Lächeln legen wir uns selbst die Ketten der Pflichten um und fluchen später, dass uns niemand vor ihrem Gewicht gewarnt hat.

Maschinenmenschen marschieren in Reih und Glied, bleierner Dunst, Geschmack von rostigen Nägeln die auf der Zunge zergehen, man muss ausspucken. Die Natur ist auf dem Rückzug aus unserem Wesen, aus unserem Alltag, Egoismus und Geld bestimmen das Denken, die Menschheit ist erkrankt. Lösungsvorschläge sind träumerisch, nicht umsetzbar, weltfremd, doch was bleibt uns, wenn wir nicht mehr träumen können?

Alle sind verreist und ich bleibe zurück. Die Stille, die sie zurücklassen, scheint mich zu erdrücken, schreit mich an. Und so wird das Radio zu meinem neuen besten Freund, Musik erhellt die Wohnung. Ihre Geräusche, die mich sonst oft stören, das Gepfeife, Gesinge, Getrample, fehlen mir nun. Stille…ist nicht leicht zu ertragen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s