Gedichtekiste Nr. 1 (Sammlung)

Politik

Ein Spaß für Groß und auch für Klein,

Politiker, das sollt man sein,

Gesetze machen, die nicht taugen,

ja nur das ganze Volk auslaugen.

Die Wiederwahl als großes Ziel,

politisch tut sich nicht sehr viel,

stagniert es nun seit langer Zeit,

dem Mensch bleibt keine Ewigkeit.

Glück

„Geld macht nicht glücklich!“, plärrt es immer,

doch sprechen dies, meist nur Gewinner,

die nie kannten echte Not,

denn ohne Münz, gibt’s nichtmal Brot.

Doch Geld löst die Probleme nicht,

und es dem Mensch ins Herze sticht,

der Grund für Mangel geht nicht weg,

doch wird sehr gern vorm Geist versteckt.

Tod

Egal wie groß ich werde,

am Ende bin ich doch nur Erde.

Eitelkeit

Wenn die Nas den Himmel küsst,

Menschlichkeit wird oft vermisst.

Wenn Papier vor Menschen zählt,

Starker gern den Schwachen quält.

Tragik

Es ist der größte Witz der Welt,

der eine steigt, der andre fällt,

und allen geht es nur ums Geld.

Wandelstunde

Bleiches Kind an Küste schwemmt,

das Heimat nicht sein Eigen nennt

im Rücken nur die Asche weht,

der Tod mit Freud spazieren geht.

Ach als die eisern Mauern,

wie Blümlein sich zur Sonne reckten,

und bis zum Horizont erstreckten,

da gab es Grund zum Trauern.

Denn Kluft sich zog durch Länderbund,

und niemand wollt die Menschen haben,

doch niemand wollt es offen sagen,

verschoben sie wie Güterwaren.

Ein Wandel diese Zeit mitbringt,

auf lange man sich neu besinnt,

was es denn heißt ein Mensch zu sein.

A new beginning/Neuanfang

I flew like a feather leaving no trace behind,

Higher and higher up on a mountain,

Sat down and rested for flying is hard,

And listened to the wind that blew,

He told me a story of a little boy,

That gave up on life, who had no joy,

His parents didn´t love him well,

Knew only the language of violence,

So the boy left and wandered alone,

In a bitter night when cold winds lurked,

He had no home and nowhere to go,

But as despair crept into his soul,

A door opened and light shone bright,

A helping hand took him inside,

And as a new day opened up,

The boy stepped on the streets again,

And spread his wings to fly away,

With a smile on his face and love in his heart.

Geistesblitz

Als ein Funke sich entzündet,

im hellen Kopf, der Freiheit liebt,

ein Mann die neue Zeit verkündet,

er die Physik der Welt verschiebt.

Ließ oben einfach unten sein,

trank Feuer ohne Schmerzen gar,

schnitt die Luft in runde Teile,

aß ein Stück aus Langeweile,

zog ein Hemd aus Blitzen an,

wer war bloß jener kühne Mann?

Er war kein Gott, er war ein Mensch,

doch wollt er keine Grenzen mehr,

drum sprengte seine Ketten er

und ließ das „Nein“ im Dunkeln liegen,

hob Berge an, ließ Pferde fliegen.

Dann wollt er neue Wege gehn,

die noch keiner hat begangen,

in fremden Sphären Freud erlangen,

drum ließ er dann die Welt zurück,

und flog ins All und fand sein Glück.

I took a shower

Weil Wasser die Seele nicht reinwaschen kann

I took a shower for over an hour.
And as the water poured on my head,
I should have felt clean, but instead
I stood there like my soul had fled.

I tried to scream, I tried to shout,
but my mouth just won´t let the words come out.

I took a shower for over an hour,
but nothing I do, I think and say,
will ever wash my guilt away.

Was it right, or was it wrong ?
The things I did, can´t be undone.

Flügellos

Es ward ein Rab, der sprach zum Kind:

„Komm rauf zu mir, komm rauf geschwind!“

Das Kind ganz keck, ja fast gemein:

„Ach Rabe lass das Reden sein. Die Welt ist groß und ich bin klein. Hab keine Flügel, bin zu schwer, drum Fliegen werd ich nimmermehr.“

Der Rab blieb stur, entgegnet nur:

„Schließ die Augen, mach dich frei! Im Geist ist alles einerlei. Ob Himmel, Erde, Dunkel, Licht, das kümmert dich im Traume nicht. Spreiz die Arme und flieg los, der Wind weht kühl, die Welt ist groß. Oh Menschenkind, oh Menschenkind. Wenn du bloß wüsstest wie geschwind, die Zeit vergeht, es ist ein Graus, sie fliegt dir weg, zum Fenster raus. Drum lern du fliegen, nutz die Zeit, der Mensch hat keine Ewigkeit.“

So macht das Kind die Augen zu. Der Rab, der gab denn endlich Ruh.

„Ich nehm dich Rab sogleich beim Wort, will fort an einen fremden Ort. Wo Berge sind und Täler gar und alles ist dort wunderbar. Doch alles düster, seh kein Licht. Du Lügenrab, ich kann es nicht! Kann nicht fliegen, kann nicht steigen, werd dich strafen, werd dich neiden.

Halt! Schon seh ich ihn, den schwarzen See. Es singt der Spatz, es frisst das Reh. Es schwimmt der Fisch, es grüßt ein Rind und dort, wo alle Tiere sind, da bist auch du, mein Freund, mein Rab, der mir hier jene Flügel gab ich danke dir, du edles Tier und was auch kommen mag, wenn ich einmal verzag, dann weiß ich nun, was ist zu tun. Ich schließ die Augen, mach mich frei, im Traum ist alles einerlei.“

Der Rabe nickt und fliegt dann los, das Kind rennt Heim, ganz atemlos.

Two-Face

Der Kummer blieb in ihm versteckt,                                                                                die Maske lacht, der Schmerz verdeckt.

Auch ein Freund, erkennt es nicht,                                                                                man trinkt es fort, bis man erbricht.

Wäsche, Teller, Unratberge,
gedanklich fort, weit in der Ferne.

Alles scheint ihm surreal.
alles grau, die Qual real.

Die Klinge in den Mund gesteckt,
ein fester Biss und Blut geschmeckt,

Wähnt sich lebendig, gar nicht tot.
Alles dunkel, alles rot.

Unter blauem Himmel

Das Kind schreit laut, der Hunger nagt.
Geier, ziehen ihre Bahnen.
Die Sonne lacht, verglüht die Saat.
„Hilfe“, hört man Mütter klagen.

Ein Kind schreit weil es Hunger hat,
die Mutter setzt das Wasser auf.
Das Kind schläft ein, ganz müd und matt,
im Topf ein Stein, die gibts zuhauf.

Zu lang auf Reisen

War lange fort, fast nie zu Haus.

Wen kenn ich noch? Wo liegt der Sinn?

Wo war ich schon? Wo trägts mich hin?

Ich komm nicht an. Hinfort! Hinaus!

Die Flucht nach vorn, zu welchem Zweck?

Es gibt kein Ziel, ich will nur weg.

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