Moment der Sehnsucht

Ich sitze in meinem Boot,
und das Leben treibt mich dahin,
zu unbekannten Gewässern,
in launischer Veränderung,
zieht alles vorbei,
aber immer mal wieder,
schaue ich in deine Richtung zurück,
kann das Herz nicht zum Schweigen bringen,
mich nicht zum Nichtlieben zwingen.

Wie das Meer nicht weiß,
dass es tief ist,
weiß ich Treibender nicht,
ob ich dich vergessen kann,
vergessen will.

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In der Schwebe

Ich habe so viele Worte geschrieben,
doch festgestellt, dass sie mir alle nicht genügen,
so viele Zeilen, die wieder im Nichts verschwinden,
denn es scheint mir unmöglich,
die „richtigen“ Worte für dich zu finden.

Aber um dir irgendetwas zu hinterlassen,
habe ich mich dazu beflügelt,
den folgenden Vers zu verfassen:

Wir haben zu kämpfen,
und es liegt so vieles in der Schwebe,
aber ach, Liebste, was ich nicht alles dafür gäbe,
dich bei mir zu haben, gleich jetzt, gleich hier,
und aus dir und mir,
entsteht dann ein wir,
das jede Barriere zersprengt,
jedes Aber vertreibt,
ja, mein Herz ist sich sicher:
Es ist für die Ewigkeit!

Windkind

Ich habe dir geschrieben,
dass es schwer ist, dich zu lieben,
du Windkind bist mal hier und mal da,
streifst stetig umher und suchst,
was du nicht finden kannst.

Dein Glück liegt in der Ferne,
sie ruft dich, ja du brauchst sie zum Atmen,
sie ist dein Fluch zugleich,
du verlierst dich, suchst dein Zuhause,
doch findest es nicht.

Wo hat es dich hingetragen,
in welchem Land streifst du umher,
du Windkind bist mal hier und mal da,
tanzt dich durch die Welt,
und ich komm mir so öde vor.

Du bist der Wind,
ich bin ein Baum,
der eine weht, der andere steht,
der eine bleibt, der andere geht,
und festhalten kann ich dich nicht,
will ich dich nicht,
denn sonst reißt du mich um.

Sei also frei du Windkind,
du meine Liebe in der Ferne,
lass dich treiben vom Leben,
auch wenn es mich schmerzt,
dir nicht nahe zu sein.

Doch irgendwann vielleicht,
wenn du zur Ruhe kommst,
kehrst du zu mir zurück,
und findest Halt und Herz,
und bleibst bei mir, für immer.

 

Hoffen

Alles an dir ist zu gut für diese Welt. Am liebsten würde ich laut rufen:
„Schaut alle her! Schaut her, wie sich ihr zarter Mund zu einem Lächeln verzieht! Wie sie über die Erde gleitet, elegant wie ein Sommerwind.“
Ich sehe dies und bin getroffen, erstarre zu Stein, zerspringe fast. Meine Sinne sind getrübt, denn wie eine Droge wirkt der Duft deiner Haare auf mich, wenn wir uns einer freundschaftlichen Begrüßung wegen umarmen. Welche Gnade würde mir zu Teil, wenn ich doch einmal deine edelweiche Haut mit einem Kuss benetzen dürfte. Berührst du mich, steht die Zeit kurz still, ja sie wagt es nicht weiter fortzuschreiten, weiß sie doch von dem Zorn der ihr blüht, wenn sie diesen Moment zu schnell verstreichen lässt. Mich treibt der Wunsch an deiner Seite zu gehen, die Freuden des Lebens mit dir zu teilen und mich zu bemühen, damit du glücklich bist. In stiller Erwartung werde ich solange das Leben es mir ermöglicht in deiner Nähe bleiben, auch wenn du gerade einen anderen Mann mit deiner Liebe beehrst. Es ist schwierig ihn nicht  zu hassen, ihn, der dich zum Lachen bringt. Dann die Frage: Könnte ich das erreichen? Könnte ich dich glücklich machen?  Ja, Nein und wieder Ja, vielleicht, wobei, Ja! Es ist verzwickt. Eine Trennung, ein Unglück, könnte zu unserem Glück führen. Er soll dich schlagen, damit wir ihn zusammen hassen können. Halt, nein! Was denke ich denn da…was fördert mein ins Wirbeln geratene Herz da bloß zu Tage? Die Hoffnung vergiftet mir das Denken und ist doch derzeit das Einzige im Leben, was mir Halt gibt. Vielleicht wäre es für mich gesünder nicht mehr zu hoffen, dich abzulegen, wie einen Mantel, der mich lange Zeit gut begleitet hat und nun schwer wurde, schrecklich schwer.

Schlaflos

Sie, dieses schnarchende Geschöpf mit den zerzausten Haaren, das mich mit aller Vehemenz aus dem Bett zu drücken versucht, indem sie mir ihren warmen Hintern in meinen Rücken rammt. Schon hat sie die Decke für sich beansprucht, weshalb ich jämmerlichst friere und dem Sonnenaufgang und dem Klingeln des Weckers entgegensehne. Was ich mir in diesem Moment jedoch am meisten wünsche, ist, dass all diese Phantasien real wären. So bleibt die eine Seite meines Bettes kalt und still, mein Rücken verschont und die Decke in meinem Besitz. Ich stehe auf, gehe ans Fenster und schaue der Welt beim Erwachen zu.

Vom Verliebtsein

Da ich bis übernächsten Mittwoch noch an einer Hausarbeit sitze und mein Kopf daher zum Platzen voll mit dementsprechenden Gedanken gefüllt ist, werde ich bis dahin einige ältere Texte wiederaufleben lassen.

Liebe Grüße, Max

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Vom Verliebtsein

Schüchtern sitzt er neben ihr am Beckenrand, lässt die Beine ins kühle, azurblaue Wasser baumeln und überlegt was er als Nächstes sagen könnte. Krampfhaft grübelt er und schaut ihr derweil zu, wie sie mit ihrer besten Freundin, die im Wasser treibt, über das letzte Wochenende quatscht. Ab und an schaut sie herüber und er lächelt, doch in Wirklichkeit gilt sein Blick den Wassertropfen die langsam in ihren Ausschnitt rinnen und das gelobte Land unter ihrem Bikini benetzen. Er hat zwar schon unzählige Male Brüste im TV, oder im Internet gesehen, dies ist jedoch etwas gänzlich anderes, denn schon alleine bei dem Gedanken an ihre Brüste wird ihm warm und es entstehen weitere Bilder in seinem Kopf. Seit zwei Wochen geht das so. Nachts liegt er wach, findet keinen Schlaf und stellt sich vor, wie sie zusammen Eis essen gehen und sie neben ihm im Bett liegt, dicht an ihn gekuschelt, nicht mehr. Seine Freunde raten ihm, sich von ihr fernzuhalten, doch für ihn gibt es keine Zweifel. Sie ist dieses eine Mädchen, für das sich alles lohnt. Jede Mühe, jedes Leid könnte man schultern, wenn man wüsste, dass SIE auf einen wartet. Er würde sie am liebsten umarmen und nicht mehr loslassen, unendlich vereint. Ihre Wärme spüren, ihren Duft genießen, dieser himmlische Duft, der jedes Parfum tausendfach aussticht.

„Hey, alles klar bei dir?“, fragt eine besorgte Stimme.

„Äh was? Ja, ja! Ich musste nur gerade an etwas denken“, antwortet er verlegen und kratzt sich am Hals. Die Schamesröte lässt nicht lange auf sich warten und die beiden Mädchen fangen an zu kichern.

„Lukas, wir gehen mal rüber in das andere Gebäude, da gibt´s son Wellenbecken. Kommst du mit?“, fragt ihre Freundin und klettert aus dem Becken. Auch ihr rinnen Wassertropfen am Körper entlang, doch ist dies lang nicht so faszinierend anzuschauen, wie bei ihr. Bei ihr ist einfach alles schöner.

Er nickt und steht auf. Sofort fangen beide Mädchen an zu lachen und zu prusten und er weiß gar nicht wie ihm geschieht. Sie besinnt sich jedoch, tritt nah an ihn heran und flüstert ihm ins Ohr: „Zieh nächstes Mal lieber nicht so eine enge Badehose an.“
Sie deutet mit ihren Augen nach unten und er folgt mit den seinen, nur um auf sein steifes Glied zu blicken, das eine schöne, große Beule in seiner Badehose geformt hat, die nicht zu übersehen ist. Schock, Panik, Angst. Er weiß nicht was er sagen soll und steht mit offenem Mund vor ihr, würde am liebsten wegrennen, sich verkriechen und nie mehr ans Tageslicht kommen. Doch sie blickt ihm in die Augen, lächelt und gibt ihm ihr Handtuch, welches sie an Beckenrand gelegt hatte. „ Du kannst es behalten. Bring es mir einfach mal vorbei, vielleicht können wir dann auch mal zu zweit etwas machen“, sagt sie und zwinkert, dann dreht sie sich um, nimmt ihre Freundin bei der Hand und beginnt mit ihr zu tuscheln. Das Handtuch ist nass, voll Wassertropfen die ihren Körper liebkosen durften und es duftet. Es duftet so herrlich.