Dünner und dünner

In deinen einst so klaren Augen,
ein schrecklich schlimmer Wahnsinn wohnt,
sie trübt und Lügen sehen lässt,
das Glas zeigt nicht was wirklich ist,
ein falsches Sein, ein steter Wunsch,
mit Kummer an der Seele nagt,
doch deinen Lippen nichts entflieht,
wie ahnungslos wir alle sind,
die schöne Maske Unschuld zeigt,
der dunkle Abgrund bleibt versteckt.

Und in dir wütet ein Feuer,
aus loderndem Hass auf dich selbst,
es frisst dich auf, du schwindest dahin,
die Leiden hälst du für verdient,
so schuldfrei bleibt die kranke Welt,
in welcher ein junges Mädchen wie du,
sich selbst nicht mehr gefällt.

Doch irgendwann zerbricht der Schein,
und mit ihm schwindet falsches Glück,
zu lange warst du ganz allein,
nun gibt es keinen Weg zurück.

Dünner und dünner,
bist du geworden,
dünner und dünner,
mir fast weggestorben,
dünner und dünner,
ganz fremd bist du mir,
dünner und dünner,
ich bleibe bei dir.

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2 Gedanken zu “Dünner und dünner

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